Einfach so

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Hallo zusammen,

diese Diskussion ist bisher an mir vorbeigegangen, aber ich möchte trotzdem noch etwas dazu sagen.

Angi, für mich ist es schwierig, in einen echten Austausch zu gehen, wenn ich über mein Gegenüber kaum etwas weiß. Da besteht einfach die Gefahr, dass man ungewollt wunde Punkte trifft.

Im Kern geht es für viele Eltern von Kindern mit Rett-Syndrom – wie auch bei anderen Behinderungen – um ein ständiges Hin‑ und Hergerissensein: das eigene Kind so annehmen, wie es ist, und gleichzeitig das Gefühl, ständig handeln zu müssen. Therapien, Förderangebote, medizinische Eingriffe – der Druck kommt in erster Linie nicht aus einem selbst, sondern aus medizinischen Notwendigkeiten, durch einen zeitweise zermürbenden Alltag und natürlich aus dem Umfeld, das oft meint, alles besser zu wissen.
Dass es keine „Einheitslösung“ gibt, ist völlig klar. Jedes Kind ist anders, jede Familie auch. Gerade bei Operationen gibt es zwar inzwischen viele Erfahrungen anderer Familien, an denen man sich orientieren kann. Trotzdem bleibt es für jede einzelne Familie eine schwere Entscheidung, für die sie am Ende selbst die Verantwortung trägt.

Die große Frage bleibt: Wie schaffen wir echte Inklusion? Wie gelingt ein Leben mittendrin statt am Rand? Wie sorgen wir dafür, dass unsere Kinder nicht nur betreut werden, sondern als Menschen mit eigenen Stärken, Bedürfnissen und Persönlichkeiten wahrgenommen werden?
Aus unserer eigenen Erfahrung kann ich sagen: Das war – und ist teilweise immer noch – sehr schwierig. Die personellen Ressourcen sind oft knapp bemessen, und dann gibt es leider auch Menschen, die behinderte Menschen schlicht nicht in ihrem Umfeld haben wollen.

Vielleicht braucht es manchmal einfach mehr Mut, neue Wege auszuprobieren, auch wenn sie unbequem sind - aber manche Familien schaffen das einfach nicht. Ich sehe es so, dass jeder Weg in Ordnung ist, solange er von Liebe und Respekt zu unseren Töchtern und Söhnen getragen wird.
 
Hallo Angi

Ich bin da ganz bei dir

Und ich habe es nicht als Angriff auf irgendwelche Familien gelesen, sondern wie du bereits geschrieben hast als Denkanstoß.

Aber selbstkritisch etwas zu betrachten das ist eine Gabe die nicht jeder hat und es dann auch nicht mag wenn er oder sie darauf angestupst wird.


Nicht jeder möchte von sich erzählen wieso auch wenn man wie du neutral und allgemein schreibt.
Oder ist das ein Muss hier ?
Werd ich jetzt auch unterstellt bekommen andere an gegriffen zu haben, weil ich mit dir zu den wenigen gehöre die es auch so sieht ?

Und ich bin sicher es gibt noch einige!

Das Wort "Behindert" finde ich auch diskriminierend und abwertend
Es vermittelt daa dieses Leben weniger Wert hat als derer die scheinbar die Mehrheit sind.

Jedes Leben bekommt andere Stärken mit auf den Weg.

Und nur weil diese woanders liegen als mit dem mund zu sprechen zu laufen etc ist dieses Leben gleichwertig zu sehen.
Das bedeutet Respekt Toleranz und würde das Wort inklusion überflüssig machen.
Denn dann braucht es so etwas nicht weil anders sein selbstverständlich ist.

Das gilt auch für op s
Was bedeutet denn aus medizinischen Gründen zwingend nötig?
Etwa das man dann jemanden dazu zwingen muss darf und kann weil Mediziner das so sehen und wohlbemerkt es deren Job ist??!!

Es gibt soviel Alternativen zu so mancher OP .

Man kann nicht erwarten andere sollen alles annehmen wenn man es selbst nicht tut.

Solange viele sagen es ist so schwer belastend etc solang haben besagte auch nicht zu meckern über andere die dann diese " Last" nicht in ihrem Umfeld haben wollen oder eben nur " betreuen "/aufbewahren!

Und das ist auch so eine Sache sobald jemand nicht dem Schema folgt das für "behinderte" vorgesehen ist wird er nämlich angegangen was du machst das nicht aber du hast doch noch ein eigenes Leben....Das finden wir nicht gut....

Warum?
Warum soll es verkehrt sein wenn man es so möchte !

Warum will man Eltern besonderer Menschen egal wo und wie ständig erzählen das es eine Belastung sei ?

Stärkt das das Selbstbewusstsein solcher Eltern oder katapultiert man sie in die Schicht ihr bedauernswerten.

Und Schatten ist überall wo Licht ist .
Dazu bedarf es nicht andere Voraussetzungen und Stärken in die Wiege gelegt bekommen zu haben-

Niemand ist perfekt und das ist gut so.

Aber allmählich bekommt ja jedes neugeborene sofort Therapie wenn es nicht nach Schema F abgehakt werden kann.
Ergotherapie zbsp jedes dritte Kind
Physio auch
Usw

Kaum auf der Welt schon Erwartungen der anderen oder sogar der Eltern erfüllen
Baby Yoga etc

Demnächst kommt das gewünschte Kind nach Konfiguration per Paket vor die Tür

Passt dann, oder ?


Leben und Leben lassen in alle Richtungen nicht nur in die die der Vorstellung der Mehrheit passt.


Cheddar
 
Hallo,

ich habe zu keiner Zeit behauptet, dass etwas verkehrt oder nicht richtig sei. Jeder hat hier seinen eigenen Weg. Oder darf man nicht mehr anderer Meinung sein? Ich habe nur meine Meinung dazu geschrieben. Außerdem habe ich aus Interesse (ich lerne immer gern dazu) Angi ein paar Fragen gestellt, die bisher ignoriert und unbeantwortet blieben. Aber mir wird vorgeworfen, dass ich nicht nachfrage....

Naja, es es drum.

Viele Grüße
Ulli
 
Hallihallo Cheddar,
so trifft man wieder aufeinander.

Das Gespräch mit dir war echt toll und ich hab dir ja schon telefonisch gesagt, dass jeder den Weg gehen sollte, der für sich gehbar ist.
Ihr beide, du und Angi, seid so selbstbewusste Frauen, warum regt ihr euch darüber auf, dass andere einen anderen Weg gehen als ihr?
Ihr, zumindest du Cheddar, weil wir ja geredet haben, macht das absolut toll mit euren Rett-Mädels.
Macht doch einfach so wie ihr das wollt und was für eure Töchter gut ist weiter.
Warum muss man so kritisch hier rein schreiben? Ich kann das nicht verstehen?
Ist diese Konversation nicht absolut verlorene Zeit, die ihr viel besser mit euren Mädels verbringen könntet?
Oder sind wir hier im Forum mittlerweile bei Social Media angelangt, wo solche Diskussionen erwünscht sind?!?

Es tut mir sehr leid, dass ich Behinderter geschrieben habe, mittlerweile habe ich mit informiert und ihr habt Recht; es heißt „Mensch mit Behinderung“!

Ändert aber nix an der Tatsache, dass es Menschen gibt, die sich über alles und jeden aufregen müssen und auch meinen, das anderen unter die Nase reiben zu müssen. Das ist nicht schön!

Mädels bitte chillt und genießt einfach euer Leben mit euren Rett-Mädels, so wie ihr das möchtet weiter!

Bleibt alle gesund und munter!

Und wenn jemand Hilfe braucht oder sich mal auskotzen will oder einfach nur mal „Hallo“ sagen will, auch gerne anonym, kann er mich gerne anrufen!

Liebe Grüße
Eure
Andrea
 
Hallo

Also erstmal danke für das Kompliment!!!
Man sollte kritikfähig sein und auch damit umgehen können.
Sagst du mir gerade wie ich meine Zeit zu verbringen habe
Jede Wette ich verbringe mehr Zeit mit meinem Kind als du es je getan hast und tun wirst.
Oder war dein Sohn bei dir als du hier geschrieben hast
Nein, er wohnt ja im Keller!!!!!!!!
Wenn du so mit allen umgehst die mit dir telefonieren oh je
Hab ich dich gebeten das du das hier erwähnst oder war es vertraulich
Tjs dumm nur das du ja auch Von dir erzählt hast
Und stell dir vor weder Ich noch meine Tochter brauchen Hilfe!
HILFE brauchst eher du weil du ja deinem Sohn sagst er ist " behindert "

!!!
 
Mein Sohn kann selbst sprechen. Ich muss ihm Nix sagen. Und er hat die Entscheidung getroffen auszuziehen. Und der Keller ist eine Souterrain Wohnung mit Terrasse, wo er jetzt wohnt. Wenn er uns sehen will kann er uns sehen und wenn nicht, dann eben nicht? Das ist seine Entscheidung. Wir essen jeden Tag zusammen, wenn er das will. Wir waren mit ihm 28 Jahre 24/7 Stunden zusammen.

Aber scheinbar hast du mir nicht richtig zugehört. Ich denke, genau das, ist das Problem.
Ich habe zumindest bei dir rausgehört, dass du viel mit deiner Tochter machst und ihr glücklich seid, dann macht doch das einfach so weiter! Das ist toll und das würde ich mir für alle Eltern mit Kindern, ob mit oder ohne Handicap, wünschen.

Mit was hab ich dich jetzt so verärgert?

Was würdest du tun, wenn dir deinen Tochter mit ihrem Tobii mitteilt, dass sie ausziehen möchte und nicht mehr mit dir zusammen wohnen will?????
Oder weißt du jetzt schon, was deine Tochter in 5-10 Jahren gerne möchte?

Liebe Grüße
Andrea
 
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