Bayern e.V. Welche Schulart

Hallo,
Ella soll heuer eingeschult werden (SVE will das so wegen möglicher Schulbegleitung) und zunächst war klar, sie geht eben weiter in die gleiche Einrichtung. Nun stellt sich aber die Frage, welche Einrichtungen gibt es denn in Bayern so. ? Das Förderzentrum für Körperbehinderte mit sogenanntem C-Zug lehnt Ella aufgrund ihrer geistigen Behinderung ab, bzw. sagt, sie sei beim Schwerpunkt "geistige Behinderung (Entwicklung)" besser aufgehoben. Dort hören wir aber oft, wie schwierig es mit Ella ist, weil sie körperlich sooo eingeschränkt ist und das Blindeninstitut nimmt sie nicht, weil sie keine Sehbehinderung mit dabei hat. Wo sind denn Eure Engel und welche Erfahrungen habt ihr da. ??? Soll man gleich auf eine Schule mit Internat achten ???? Dankbar für Tipps, Gruß Bettina
 

Gast2

Registrierter Benutzer
Welche Schule für Ella

Inga rollt jetzt in die 3. Klasse des Fritz-Felsenstein-Hauses in Königsbrunn.
Schule für Körperbehinderte. Inga ist in einer Klasse mit mehr und weniger körperlich eingeschränkten Kindern. Außer Inga ist noch ein zweites schwerstmehrfachbehindertes Kind in der Mini-Klasse. Wir überlegten uns auch lange, welche Schule wohl die richtige sein wird.
Fakt ist, wir können uns keine bessere Schule für Inga vorstellen. Sie wird gefördert in jeder Hinsicht. Unterricht nach dem Lehrplan für geisitg behinderte Kinder - Inga wird genau dort abgeholt wo sie in ihrer Entwicklung ist. Es wird ganz individuell auf jedes Kind dort eingegangen. Unsere Erfahrung ist, daß Inga sowohl die notwendigen Therapien (PT ET ...) bekommt aber auch geistig gefördert wird. In ihrer Klasse sind Kinder die lesen und schreiben und auch rechnen können oder auch nichts davon. Es paßt genauso wie es ist. Inga ist dort sehr glücklich und auch wir Eltern. Dazu kommt, daß Inga sehr wenig in der Schule ist bzw. große Pausen hat. Heuer war Inga erst zwei Tage in der Schule, denn sie hat sehr viele gesundheitliche Probleme. Im September war Inga im Status und zwei Wochen auf Intensiv anschließend nocht vier weitere Wochen in der Klinik. Das heißt wir fangen voraussichtlich am kommenden Dienstag in Sachen Schule wieder bei null an und ich kann sicher sein, daß wir von Lehrer und therapeutischer Seite alle Hilfe haben. Auch ist es so, daß die Klasse sowohl von der Sonderschulpädagogin als auch von einer Heilpädagogin begleitet wird und das zu gleichen Teilen - also bekommt jedes Kind, egal wo die Probleme sind - die Hilfe und Förderung die es braucht.
Wir unterhileten uns damals mit einigen Lehrern und auch mit der Regierung Schwaben und kamen zu dem Schluß, daß Inga in der Schule für Körperbehinderte alles das bekommt was sie braucht und haben jetzt die Erfahrung gemacht, daß es sogar noch viel mehr ist.
Viele Grüße Heike:124:
 

Ilona Weißenburger

Interessierter Benutzer
Hallo Heike, :124:

schön, von Dir mal im Forum zu hören!

Schade, dass es Inga nicht so gut geht...

Seit fast einem Jahr wohne ich nun schon mit den Kindern in Schaafheim/Hessen. Uns gefällt es hier sehr gut, wir haben uns auch schon prima eingelebt.

Sabrina besucht mit viel Freude ihre Schule, wir haben auch wieder ganz nette Therapeuten gefunden...

Soviel mal für heute...

Mach's gut und alles, alles Gute für Inga!

Ilona mit Sabrina
 

Hanne

Active Member
liebe Bettina,
meine Sabine ist ja jetzt schon 23 Jahre alt - als sie in die Förderschule der Lebenshilfe kam, stand die Diagnose Rett noch in den Sternen. Ob sie optimal gefördert wurde - ich wage es zu bezweifeln, aber sie war immer, auch später, als sie in den Heimen Auhof lebte und die dortige Comenius-Schule besuchte - liebevoll von ihren jeweiligen Betreuern oder Lehrkräften umsorgt. Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich denke, viel in puncto Förderung versäumt zu haben, aber ich denke doch, dass es das Wichtigste ist, wenn es unseren Kindern gut geht. Insofern kann ich leider keinen guten Rat geben, aber doch zumindest herzliche Grüße schicken! :blume022:
 
Danke Hanne

Hallo Hanne,

tja, das mit dem Wohlfühlen ist sicher richtig, ich denke aber gezielte Förderung und Wohlfühlen muss kein Widerspruch sein. Ich will da einfach nichts verpassen und weiß auch nicht, wieviel ich von der Schule bzw. den Lehrern verlangen darf. Das Argument fehlendes Personal ist immer einleuchtend, aber irgendwie auch immer ein Totschläger.
Ferner möchte ich gerne, dass Ella z.B. einen verstellbaren Tisch bekommt etc. und das ist alles immer soo ein Anspruchsdenken anstrengender Eltern...
Jedenfalls bleibt Ella jetzt in ihrer Einrichtung und da weiß ich zumindest, die kennen Ella und mich ( + Papi gilt als sanftmütig ) und wissen auch, dass bellende Mamis nicht beißen, sondern manchmal sogar ganz nützliche Anregungen bringen können und das ist für die nächsten 12 Jahre immer hin eine Basis.
Trotzdem fand ich es frech, Ella in der Schule für Körperbehinderte abzulehnen. Abgehackt, liebe Grüße Bettina
 
G

gast1

Guest
Hallo Bettina,
unsere Mädchen passen anscheinend in gar keine Schule :motz1:
Dankbar, dass man sie irgendwo mit drinsitzen läßt, bin ich auch nicht.
Christina besucht ein sogenanntes "Förderzentrum für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung". Hübsch zu lesen und nix dahinter. Dazu muß ich aber sagen, dass es hier wirklich an den einzelnen Lehrkräften liegt, wie Christina gefördert und vor allem auch in die Klasse integriert wird (3 Jahre von 11 langen Jahren hatten wir einen "Traumlehrer") Ch. jedenfalls fliegt grundsätzlich aus der Klassengemeinschaft, wenn es um Ausflüge, "therapeutisches" (!!!!!) Schwimmen und andere Aktivitäten, wie Aufführungen während Schulfesten geht, da angeblich keine Betreuer vorhanden sind. Man stellt mir natürlich frei, doch mitzugehen, damit ich die paar Stunden, die ich für mich habe, meine Tochter beaufsichtige :ham: .
Zwischendurch beschwere ich mich wieder bei der Schulleitung, dann funktioniert es wieder einigermaßen, aber den nächsten "Rückfall" kann ich abwarten. Derzeit ist man "schwer beleidigt" , weil ich mich für meine Tochter wieder mal gewehrt habe. Nun wird sie halt von einer Betreuung zur anderen geschoben und damit auch aus der gewohnten Klassengemeinschaft gerissen.
Gestern habe ich dann die Einladung zum "Maifest" bekommen. Mit Rückmeldezettel: a) wir nehmen teil, b) wir können leider nicht teilnehmen.
Ich habe noch ein c) druntergesetzt: Wir wollen nicht teilnehmen, weil wir nicht weiter mit ansehen, wie Christina von allen Aktivitäten ausgeschlossen wird.
Bei Christinas Einschulung habe ich gehofft, dass man gemeinsam einen Weg findet, um sie so gut wie möglich zu fördern. Nur hat das in der Schule kaum jemanden interessiert, weil es Arbeit und Einfühlungsvermögen gekostet hätte. Und wie gesagt, Mühe haben sich bei uns nur ein Lehrer und eine heilpädagogische Kraft gegeben.

Ich kann Dir also auch nicht weiterhelfen. Natürlich kannst Du Dir Ellas Schule gut anschauen, aber wen sie letztendlich als Lehrkraft bekommt, steht auch in den Sternen.

Liebe Grüsse
Rosmarie (ebenfalls bissige Mutter) :blume76:
 
G

Gast

Guest
Hallo Bettina,
kannst Du die entsprechenden Schulen nicht mal zusammen mit Ella für ein paar Stunden besuchen?
Als Annika in den Kindergarten kommen sollte, konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass sie in eine Sondereinrichtung geht... bis ich dann mit ihr zusammen die SVE besucht hatte. Der Rektor hatte Annika und mich in eine Gruppe mitgenommen und mit Erzieherinnen abgesprochen, dass Annika sich dort mal "kurz umschauen" darf, während er mit mir zusammen die andere Gruppe und die Schule angeschaut hat.
Nach 1-2 Stunden war es gar kein Problem mehr für mich, dass Annika in eine Sondereinrichtung für "Geistig Behinderte" (so hieß es damals noch) ging, und Annika hat sich dort auch (meistens!) recht wohl gefühlt.
Die Schule für Körperbehinderte hatte ich mir auch kurz angeschaut, aber da kam so gar kein positives Gefühl 'rüber - also war das für mich auch keine Alternative.
Falls es irgendwie möglich ist: schau Dir die Schulen mal im 'Normalbetrieb' an und verlass Dich auf Dein Gefühl.
Viel Glück bei der Suche.
 

Ilona Weißenburger

Interessierter Benutzer
Hallo, :124:

auch ich ärgere mich immer wieder mal über Situationen in der Schule, sage auch grundsätzlich was mir nicht passt. :nono_2:

Meine Tochter kann schließlich nicht sprechen, aber solange ich es für sie tun kann, werde ich es auch machen..., ganz egal, ob ich als bissig angesehen werde oder nicht.

Viele Grüße! :hop:
Ilona mit Sabrina

P.S. Gehe mit Sabrina auch einmal pro Woche zum therapeutischen Schwimmen im Schulschwimmbad, weil sie sonst nicht ins Wasser käme.

Demnächst fahre ich auch zum therapeutischen Reiten mit, scheinbar ist es für die Lehrkräfte zu viel Aufwand, Sabrina wurde schon ein paarmal nicht mitgenommen, angeblich wegen vorangegangener Anfälle...
 
Zuletzt bearbeitet:
Schreckliche Zustände

Hallo Inge, hallo alle,
Inge, ich habe mir beide Schulen angeschaut, auch im Unterricht hospitiert und mit Lehrkräften gesprochen und wenn ich so etwas wie bei Rosmarie und Ilona höre, dann kann ich bei meiner Schule von Glück reden (Ella ist ja in dem Haus schon drei Jahre in der SVE), sowas ist noch nie vorgekommen, dass Ella nicht mitgenommen wurde, wie sollte Frau da auch berufstätig sein? Hatte gestern ein Gespräch mit der Gruppenleitung wegen "Übergabe" und das klingt alles ganz gut, meine Bedenken gehen nur dahin, was ist, wenn es ELLa körperlich zunehmend schlechter geht, da hatte ich mir von der Schule für Körperbehinderte mehr Unterstützung versprochen. Bin jetzt trotzdem ganz zufrieden, dass Ella in ihrer Einrichtung bleibt.
Aber Du hast recht Inge, anschauen ist das A und O. Ob man dann die richtigen Lehrer bekommt ist eine andere Frage. Gruß Bettina
 
G

Gast

Guest
Hallo Bettina,
wieso gehst Du davon aus, dass es Ella irgendwann körperlich schlechter geht?
 
Angst

Hallo Inge,
ich habe einfach Angst davor, dass es Ella körperlich schlechter geht. Durch das Hyperventilieren zum Beispiel hat Ella sehr viel an Sicherheit und Mobilität verloren. Vielleicht kann sie eines Tages gar nicht mehr laufen, keine Ahnung. Ich fand nur den Gedanken beruhigend, dass egal was wird, Ella dann nicht die Schule wechseln muss, sondern in ihrer vertrauten Umgebung mit bekannten Betreuern bleiben kann. Aber das ist wohl in der Schule jetzt auch der Fall. Nur dass viele Orte über den einzigen Aufzug im Haus erreichbar sind, wenig Rampen etc.
Gruß Bettina
 

Hanne

Active Member
Angst

Auch ich habe Angst - Angst, dass mein Mädel irgendwann überhaupt nicht mehr laufen kann. Nachdem sie im Alter von 2 Jahren ihren ersten Schritt gemacht hat, ist Sabine bis ca. 12 Jahre relativ gut allein gelaufen. Die Verschlechterung ihrer Mobilität war dann über die Jahre hinweg schleichend; heute (mittlerweile 23), kann sie, wenn ihre Bahnen frei sind und sie nicht aufs Laufen fixiert ist, durchaus zügig mit Unterstützung ein paar Schritte laufen, dann ist sie wieder blockiert und es geht gar nichts mehr. Die Blockierungen sind eng verbunden mit Angst-/Panikattacken.

Jedes Mädchen entwickelt sich nach seinen eigenen Möglichkeiten - für mich ist es wichtig, dass Sabine überwiegend ausgeglichen und freundlich ist und Freude am Leben hat. Wobei natürlich die zurückgehende Mobilität traurig macht. Viele Grüße - Hanne
 

Herta

Interessierter Benutzer
Hallo ihr alle,

auch Sofia wird irgendwie ein wenig steifer und schaukelnder in den letzten 1 - 2 Jahren. Zwar kann sie noch alles und hopst und rennt, aber zum Beispiel an der Treppe sieht es manchmal so aus, als ob sie ins Grübeln gerät und dann bleibt sie stehen. Es ist nicht immer so, kommt aber recht häufig vor.

Tschüß - Herta :wink:
 
G

Gast

Guest
fritsch bettina schrieb:
Ich fand nur den Gedanken beruhigend, dass egal was wird, Ella dann nicht die Schule wechseln muss, sondern in ihrer vertrauten Umgebung mit bekannten Betreuern bleiben kann.
Hallo Bettina,

wenn das gut funktioniert, ist es das Wichtigste überhaupt! :daum3
 

Inge+Peter+Nina

New Member
:wink: Hallo Bettina!
Wo wohnt Ihr denn? Wir sitzen hier im Lkr Ebersberg- und unsere heilpäd. Einrichtung ist echt klasse! :daum3 Unsere Nina wurde vor 2 Jahren eingeschult- ein ganz neues Projekt in unserem LKR- eine Aussenklasse der Korbiníanschule in Steinhöring. 7 Kinder und 2 Lehrkräfte u. unsere Schulbegleitung lernen zusammen mit einer Parallellklasse- d. h. Sport, Basteln u. Freiarbeit- sowie Pausen werden gemeinsam verbracht, ebenso Ausflüge etc. sonstiger Unterricht findet in in 2 nebeneinander liegenden Klassenräumen statt. Die Kinder gehen dabei so natürlich miteinander um - total hilfsbereit und lieb. :knuddel: :Fies3
Ich bin total froh, dass wir uns für dieses Projekt entschieden haben- unserer Nina geht´s dabei total gut.
:146: Liebe Grüße
Inge
 
Regensburg

Hallo,
wir wohnen in Regensburg und die Einrichtung ist eigentlich ganz okay, trotzdem gibt es wohl regional große Unterschiede auch in Bezug auf den Personalschlüssel. Aber, und darauf bin ich nun echt gespannt, das örtliche Sozialamt hat uns jetzt für das kommende Schuljahr eine Schulbegleitung für 20 Std./Woche genehmigt und ich hoffe, da ändert sich einiges, Argumente wie "die anderen Kinder können nicht immer Zurückstecken (was ich auch ganz gut nachvollziehen kann)" fallen weg.
Viele Grüße Bettina

An dieser Stelle will ich mich nun mal offiziell für die tolle Unterstützung durch die Rettmitglieder bei der Antragsstellung bedanken.
 
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